Über uns

Unser Projekt

Die Pflege- und Gesundheitsbranche im Landkreis Mittelsachsen steht vor gravierenden Herausforderungen bei der aktuellen und zukünftigen Fachkräftesicherung. Die angespannte Fachkräftesituation verschärft sich zusätzlich durch steigende Anforderungen an das Pflege- und Gesundheitspersonal. Die Zunahme an Multimorbidität und komplexe Pflegesituationen sind dabei nur zwei Einflussfaktoren.

Unser Projekt, durchgeführt vom IMU-Institut Berlin Brandenburg Sachsen, leistet im Rahmen der Regionalen Fachkräfteallianz einen Beitrag zur Fachkräfteentwicklung und -bindung in der Gesundheits- und Pflegebranche Mittelsachsens. Die Gestaltung (des Wandels) der Arbeit wird zukünftig bestimmen, wie der Fachkräftebedarf bei Guter Pflege in den Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen gesichert werden kann und wie für die Beschäftigten Gute Arbeit und sichere Arbeitsplätze realisiert werden können.

Mit dem Fokus auf die Einrichtungen der Gesundheits- und Pflegedienstleister zielt das Projekt auf den Erhalt und die Entwicklung der Beschäftigungsfähigkeit des Personals in der Branche. Es unterstützt die Einrichtungen bei der Umsetzung eines nachhaltigen Personalmanagements und fördert den Wissens- und Erfahrungsaustausch durch die Initiierung und Etablierung eines Netzwerks Gesundheitsbeschäftigte.

Unterstützt wird das Projekt vom DGB und der Gewerkschaft ver.di.

Projektlaufzeiten: Novembver 2017 – Februar 2018, Juni 2018 – Februar 2019, März 2019 – Februar 2020.

Die Leistungen des Projekts sind

„Freiberger Nachtwache“

Mit dem Netzwerk „Freiberger Nachtwache“ wird ein Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den Beschäftigten verschiedener Einrichtungen der Gesundheits- und Pflegedienstleister im Landkreis Mittelsachsen organisiert. Den Beschäftigten, die in ambulanten und stationären Einrichtungen als auch in Rettungsdiensten arbeiten, wird mit dem Netzwerk eine Plattform geboten, die Herausforderungen im Betrieb kooperativ zu lösen. Dabei werden die Inhalte durch die Beschäftigten gesetzt. Gute Arbeitszeit- und Dienstplangestaltung, Umgang mit Belastungen und Gefährdungen am Arbeitsplatz sowie Förderung des Gesundheitsschutzes sind dabei nur einzelne Schwerpunkte. Neben der Vermittlung von fach- und arbeitswissenschaftlichen Kenntnissen steht der Austausch der Beschäftigten im Vordergrund. Dabei werden Erfahrungen bilanziert und Beispiele Guter Praxis verbreitet.

Die Netzwerktreffen finden regelmäßig alle 8 bis 10 Wochen ab dem späten Nachmittag/ frühen Abend statt. Sie richten sich an Beschäftigte und deren betrieblichen Interessenvertretungen (Betriebsräte, Mitarbeitervertretungen, Personalräte) in der Gesundheits- und Pflegebranche.

Die aktuellen Termine sind hier zu finden.

Lernen und Training im Team

Um sich vertiefender und „an einem Stück“ mit einzelnen Themen zu beschäftigen, werden für Gesundheitsbeschäftigte und deren betrieblichen Interessenvertretungen Seminare organisiert und durchgeführt. Bei der inhaltlichen Ausgestaltung werden Themen des Netzwerks entlang der Bedarfe und Interessenlagen der Gesundheitsbeschäftigten aufgegriffen und intensiver behandelt.

Mögliche Seminarthemen:

  • Wie sag ich’s richtig? – Kommunikative Methoden und Herangehensweisen für die Praxis betrieblicher Interessenvertretungen“
  • Gefährdungsanzeige – Was muss ich beachten und wie schreib ich so etwas eigentlich?“
  • Arbeitszeitgestaltung ein bedeutender Parameter Guter Arbeit. Rechtliche Grundlagen sowie Gestaltungsmöglichkeiten im Betrieb

Die Seminare werden als ein- oder mehrtägige Veranstaltungen konzipiert – ausgerichtet auf die Bedarfe der Teilnehmenden.
Anfragen für Seminare bzw. weitere Seminarthemen richten Sie direkt an uns bzw. finden Sie unter Aktuelles.

Assistenz Fachkräftesicherung im Betrieb

Bei der Fachkräftesicherung gibt es keine fertigen Entwicklungspfade und Patentlösungen. Die Chancen für Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen sowie deren Beschäftigten hängen vom betrieblichen Gestaltungsprozess ab. Im Rahmen dieses Projekts werden die Akteure – sowohl die Geschäftsführungen und Personalleitungen als auch die betrieblichen Interessenvertretungen und Beschäftigten – bei dieser Aufgabe direkt und vor Ort unterstützt. Gemeinsam werden maßgeschneiderte betriebliche Lösungen und -wege entlang des Leitbilds „Gute Arbeit“ in den Themenfeldern der Fachkräftebindung und -entwicklung eines nachhaltigen Personalmanagements entwickelt.

Die Assistenz umfasst dabei ein breites Spektrum: Im Arbeits- und Gesundheitsschutz kann das konkret die Initiierung einer Rückenschulung zur körperlichen Entlastung der Beschäftigten, der betriebliche Umgang mit Pausen- und Schichtregelungen oder die Durchführung/ Fortschreibung einer Gefährdungsbeurteilung sein. Beispiele betrieblicher Lösungen bzw. betrieblicher Lösungswege finden Sie unter Beispiele Guter Praxis.